Unternehmen im Umbruch – Wie lässt sich Innovationsgeschwindigkeit aktiv gestalten

Innovation „On-“ oder „Off-Campus”?

Industrie 4.0, neue Technologien, demografischer Wandel und der branchenübergreifende globale Wettbewerb sind in allen Bereichen der Wirtschaft spürbar. Ein „weiter so“ verhindert, die eigene Organisation zukunftsfähig aufzustellen. Unternehmen, Beratungsgesellschaften, Agenturen sind gezwungen, sich flexibel und kurzfristig an neue Realitäten anzupassen. Dies erfordert von deren Mitarbeitern ein hohes Maß an Veränderungsfähigkeit und Innovationskraft. Nur dann können die Chancen der Digitalen Transformation genutzt werden. “Nicht nur größere Organisationen“, weiß Rüdiger Schneider, Geschäftsführer von aconsea, Stuttgart, „leiden häufig unter mangelnder Innovationsgeschwindigkeit. Ursachen sind meist zu starre Strukturen, die Gefangenheit in Prozessen und Gewohnheiten, aber auch zu viel Kontrolle“.

Bild: Wortwolke

Es gibt drei grundlegende Wege, darauf zu antworten: erstens Zukaufen, zweitens Auslagern, drittens die Veränderungsfähigkeit und Innovationskraft der eigenen Mitarbeiter stärken. Neue Impulse von außen werden integriert durch die Übernahme von Firmen mit innovativen Produkten oder Services, meist Startups. Alternativ haben sich in den letzten Jahren Modelle des Third Place entwickelt. Arbeitsplätze werden als Co-Working-Spaces für kurze Zeit gemietet, bis das Projekt beendet ist. Kennzeichnend sind offene Raumstrukturen in einem Gebäude, das auch von anderen Arbeitsgruppen genutzt wird. Eine weiteres Beispiel sind die meist von großen Unternehmen installierten Accelerators. Hier wird externen und internen Ideenträgern für einen definierten Zeitraum, in dem beispielsweise die Idee zum Geschäftsmodell entwickelt sein muss, Arbeitsraum, technischer Support sowie finanzielle und Managementunterstützung zur Verfügung gestellt. Sie sind meist an „hippen“ Standorten in Großstädten zu finden, damit das Umfeld die Arbeit zusätzlich inspiriert. Diesen „Off-Campus“-Lösungen ist gemeinsam, dass die zeitlichen wie finanziellen Kosten nicht unerheblich sind und es besteht die Gefahr, dass sich die spätere Integration in das Unternehmen als schwierig erweist; zudem verlangsamt sich erfahrungsgemäß der Speed der Startups durch die Integration.

Gute Gründe sprechen bei innovativen Unternehmen für eine „On-Campus“-Lösung

Wichtige Gründe sprechen deshalb für eine dritte, die „On-Campus“-Lösung. Die für „Off-Campus“-Varianten notwendigen Ressourcen Zeit und Geld sind oft nicht einfach zu stemmen. Und: die Veränderungsfähigkeit und Innovationsgeschwindigkeit wird beim „Off-Campus“ nach außen verlagert, um sie später in das Unternehmen zu integrieren. “Findet die Innovation ‚On-Campus‘ statt, also im Unternehmen“, so Christine Riedmann-Streitz, Gründerin und Geschäftsführerin der MarkenFactory, Frankfurt, „dann werden die Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter im Unternehmen gestärkt und freigesetzt. Das ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für die Organisation. Der Wandel findet im Unternehmen und mit den Mitarbeitern statt hin zu einer innovationsfördernden Unternehmens- und Führungskultur. Sie bildet – zusammen mit einer starken Marke – die Grundlage für Zukunftssicherung“.

Das Fazit von Schneider und Riedmann-Streitz lautet: Für neue Ideen und Innovationsfähigkeit muss man nicht das Unternehmensumfeld verlassen. „On-Campus“-Lösungen sind insbesondere für Corporates eine hervorragende Alternative. Schneider und Riedmann-Streitz wissen, dass es auf den richtigen Prozess der Lösungsentwicklung ankommt, auf innovative Ideen und relevante Konzepte, auf die Befähigung der Mitarbeiter zur Veränderung, um die Zukunft aktiv zu gestalten und auf die Vernetzung der Beteiligten aus Geschäftsführung, HR, Marketing und Corporate Real Estate Management.

„On-Campus“ – die wichtigsten Schritte in der Praxis

Um es ehrlicherweise gleich vorwegzunehmen: Die one-fits-all-Lösung, die Universallösung, die für alle Unternehmen gleichermaßen passt, kann es nicht geben, denn jede Organisation hat ihre Besonderheiten und Stärken und die gilt es, herauszuarbeiten und wertschöpfend zu nutzen. Ausmaß und Umfang der notwendigen Veränderungen sind immer individuell. Aus diesem Grunde helfen auch keine fertigten Modelle, die vielleicht bei anderen Unternehmen erfolgreich waren.

Schritt 1:   Prüfen und formulieren Sie Ihren Anlass.

                 Unser Tipp: Seien Sie absolut ehrlich zu sich selbst und gehen Sie den Dingen auf den Grund.

  1. Sie wollen Ihr Unternehmen befähigen, sich an konkrete Veränderungen wie Expansion, Fusion, Internationalisierung, neue Trends, Anforderungen an das Arbeitsumfeld zukunftsorientiert anzupassen?
  2. Sie wollen Ihr Unternehmen auf die Digitale Transformation oder neue Wettbewerber proaktiv vorbereiten?
  3. Die Digitalisierung oder gravierende Veränderungen in Ihrer Branche nehmen bereits Einfluss auf Ihre Organisation, Sie müssen handeln und wissen, dass die Optimierung des Bestehenden nicht ausreicht?

Schritt 2:   Machen Sie eine professionelle und zukunftsorientierte Bestandsaufnahme.
Unser Tipp: Wir prüfen und analysieren mit unseren Kunden die Situation auch in Bezug auf Ihre Veränderungs- und Innovationsfähigkeit, den Einsatz analoger und digitaler Medien, die Dauer und Logistik von Innovationsprozessen, die Unternehmenskultur oder den Grad der Vernetzung. 

Schritt 3:   Finden und definieren Sie das eigentliche Problem und formulieren Sie das Ziel.
Unser Tipp: Wir berücksichtigen mit unseren Kunden insbesondere die Erfolgsfaktoren in den indirekten Bereichen wie Organisation, Mensch, Prozess, Raum, Arbeitsplatz und filtern die größten Hebel zur   Zielerreichung.

Schritt 4:   Starten Sie den Veränderungs- und Innovationsprozess, um jenseits des Vorhandenen und Bekannten zu neuen und eigenen Lösungen zu gelangen.
Unser Tipp: Binden Sie Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter rechtzeitig ein. Wir unterstützen unsere Kunden mit wirksamen Methoden und Instrumenten sowie unserer Expertise und Erfahrungswerten aus über 20 Jahren Veränderungsbegleitung.

Schritt 5:   Entwickeln Sie einen ambitionierten Handlungsplan und begleiten Sie die professionelle Umsetzung.
Unser Tipp: Weniger ist Mehr. Aktivieren Sie die Ressourcen Ihrer Mitarbeiter – die Veränderungen finden dann maximale Akzeptanz

Schritt 6:   Implementieren Sie Lessons Learned Feedbacks (Abgleich und Reflexion des Erreichten mit dem Ziel) und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Unser Tipp: Bleiben Sie ehrlich zu sich selber und nutzen Sie Fehler nicht für Strafen, sondern für konstruktive Kritik und Verbesserungen.

Grafik: Gegenwart-Zukunft

Wer immer das Gleiche tut, kann keine besseren Ergebnisse erwarten. Nur Innovationskraft und Agilität befähigen die Organisation und ihre Mitarbeiter, sich laufend an immer neue Realitäten anzupassen. Unternehmer stärken durch diese proaktive Anpassung ihre Wettbewerbsfähigkeit, minimieren unternehmerische Risiken und gestalten Zukunft.

Autoren: Rüdiger Schneider, aconsea, Stuttgart, „Raum für lebendige Organisationen“ mit den Schwerpunkten Prozessoptimierung und Organisatorische Gebäudeberatung; info@aconsea.com. Christine Riedmann-Streitz, MarkenFactory, Frankfurt a.M., mit den Schwerpunkten Marke und Innovation als Wertetreiber für nachhaltig profitables Wachstum; contact@markenfactory.com.

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